Die Entwicklung der Philosofie-Erlebniswelt (auch "Sophia - Philosophieausstellung" genannt), verdankt sich mehreren erstaunlichen Begegnungen. Es begann mit einem Gespräch zwischen Rudolf Bahro und Kurt Biedenkopf 1991 an der Humboldt-Universität Berlin, woraus ein offenes Zukunftsexperiment  im einstigen sächsischen Forschungsgut Pommritz

(mehr dazu hier) entstand. Da allen Beteiligten klar war, dass die Zukunft von Mensch und Erde neben ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen auch geistig-kulturelle Veränderungen braucht, war dieses Experiment von Anfang an von verschiedenen philosophischen Zukunftswerkstätten begleitet (siehe deren Themen und Mitwirkende hier). Dabei entdeckten wir, wie viele für die moderne Geistesgeschichte bedeutende Philosophen in dieser Gegend geboren wurden (siehe diese hier)

 

Dieser philosophische Reichtum der Oberlausitz faszinierte den Philosophen Maik Hosang und den Künstler Ulrich Schollmeyer und sie beschlossen, ihn zu erforschen und sichtbar zu machen. Mit Unterstützung einiger Mitstreiter entstand so um 2000 eine erste Ausstellung dazu. Daraufhin begann Ulrich Schollmeyer in jahrelanger kreativer Arbeit damit, diese Ausstellung durch interaktive Objekte zu bedeutenden Philosophien der Menschheitsgeschichte generell zu erweitern. Maik Hosang kümmerte sich um das Umfeld und Unterstützungspartner, so dass 2002 eine erste größere Philosophieausstellung im Saal des Guts Pommritz eröffnet wurde. Da immer mehr zufällige Besucher der Ausstellung ihre Freude und Inspiration daran ausdrückten, beschlossen wir einen neuen Schritt zu wagen und ein großes Gebäude zu sanieren, um die Philosophieausstellung in neuem Licht erstrahlen zu lassen.

Viele Menschen wirkten dabei mit. Bei der Untersetzung der Ausstellung durch Texte und Videos engagierten sich insbesondere Andrea Rachui, Evelyn Ehle, Jürgen Hoppmann, Stefan Jahnke und Lutz Rocktäschel. (An dieser Stelle auch Dank an alle weiteren Mitwirkenden, deren Aufzählung hier den Raum sprengen würde).

Das letztliche Gelingen des Baus und der Erweiterung in neuem Gebäude verdankt sich Heinrich Kronbichler, Vorstand der WBS-Training AG und Freund der Philosophie. 

 

Wir danken außerdem der Bundesrepublik Deutschland, welche unser schönes Projekt mit BFD-Stellen unterstützt.

 

Das Gut Pommritz liegt ca. 50 km östlich von Dresden und war früher ein Rittergut. Seine erste Blütephase erlebte es um 1900 als Sächsisches Forschungsinstitut für ländliche Entwicklung; da war es Treffpunkt innovativer Forscher aus aller Welt. Zwischen 1933 und 1990 war es eher ruhig.